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Löschmittel
Mit der Auswahl des richtigen Löschmittels fällt und steht jede Brandbekämpfung. Selbstverständlich gibt es Breitbandlöschpulver, die alle Brandklassen abdecken.
Es handelt sich hier jedoch meist um Pulver. Der Löschschaden der dabei durch das Ablöschen in geschlossenen Räumen entsteht, ist riesig.
Damit für die Anschaffung eines Löschers kein Fachwissen erforderlich ist, sind die Brandklassen, für die der Feuerlöscher zugelassen ist, auf diesem vermerkt. Dort, wo gesetzliche Auflagen hinsichtlich der Geräte bzw. der geeigneten Größen zwingend zum tragen kommen, sollte immer der Fachhandel zu Rate gezogen werden. Bei einer unzureichenden Bereitstellung kann schnell der Versicherungsschutz in Frage gestellt werden.
Das Löschmittel Pulver
Pulver ist eines der besten und effektivsten Löschmittel. Leider verursacht es, gerade in geschlossenen Räumen einen erheblichen Löschmittelschaden. Seine Löschwirkung beruht hauptsächlich auf antikatalytische Einwirkung auf den chemischen Verbrennungsprozeß. Hauptbestandteile sind, je nach Pulver: Ammoniumsulfat, Ammoniumphosphat, Natriumcarbonat, Kaliumverbindungen und Alkalichloride, sowie spezielle Salzgemische zur Brandbekämpfung bei Metallbränden.
Das Löschmittel Wasser
Wasser ist in unveränderter Form das einfachste Löschmittel. Es wird in kleineren Mengen, z.B. in Handfeuerlöschern oft mit einem sogenannten Netzmittel versetzt. Dieses läßt das Wasser auf dem abzulöschenden Objekt besser haften. Eine Zusätzung von Impregniermitteln um das abgelöschte Brandgut vor erneuter Zündung zu schützen ist verbreitet. Die Zusatzstoffe sollen die begrenzte Menge Löschmittel optimal ausnutzen.In großen, stationären Löschanlagen, sogenannten Sprinkleranlagen wird dem Wasser kein Zusatzstoff beigefügt, da hier nahezu unendlicher Vorrat bereitsteht. Wasser ist ohne Zusätzung von Frostschutzmitteln im Außenbereich nur bedingt bereithaltungsfähig. Die Löschwirkung beruht auf abkühlender und erstickender Wirkung.
Das Löschmittel Schaum
Schaum ist ein Löschmittel, das die Feuerwehr schon jahrelang einsetzt und das sich in der Praxis bewährt hat. Leider findet es nur sehr schwer den Weg in den nichtgewerblichen Bereich (Haushalte etc.). Die Hauptbestandteile des Schaummittels sind Proteine oder Tenside. Dem in dem Löschmittelbehälter befindliche Wasser wird beim Aktivieren des Feuerlöschers das Schaummittel eingespritzt. Beim Ausströmen über den Löschschlauch wird dem Gemisch Luft beigefügt, welche die Aufschäumung ermöglicht. Der so entstandene Schaum greift in den chemischen Verbrennungsprozeß ein und kühlt bzw. erstickt den Brandherd. Gleichzeitig bildet der zusammengefallene Schaum auch auf Flüssigkeiten einen Stabilen und rückzündungsverhindernden Film, der über Stunden hin weg das Brandobjekt sichert. Da der Schaum gezielt anzuwenden ist, ist eine Verunreinigung über den Brandherd hinaus nahezu auszuschließen. Aus diesem Grund ist der Löschschaden gering und das ausgetretene Schaummittel bzw. der zurückgebliebene Film ist einfach zu entfernen. Schaumlöscher sind, auf Grund des Wassergehaltes nur mit Zusatzstoffen frostsicher!
Das Löschmittel Kohlendioxid
Kohlendioxid ist ein Gas, welches in Druckgasflaschen mit Schneerohr in den Handel kommt. Es liegt beim Austritt aus dem Schneerohr, wie der Name schon sagt, als Schnee bzw. als Nebel vor. Die Löscheigenschaft liegt in der Verdrängung von Sauerstoff bzw. durch Abkühlen des Brandgutes, da Kohlensäureschnee eine Temperatur von etwa -75°C hat. Es ist elektrisch nicht leitend und hinterläßt keinerlei Rückstände. Die Anwendung ist bei unter Spannung stehenden Anlagen unbedenklich. Kohlendioxid ist schwerer als Luft und wirkt ab einem Volumenanteil von 8 % erstickend. In engen und schlecht belüfteten Räumen besteht Lebensgefahr. Da sich das Löschmittel verflüchtigt ist der Einsatz im Außenbereich begrenzt.




